Direktmailings und Guerillamarketing

von Olaf Hartmann am Freitag, 24 November 2017. Veröffentlicht in Mailing 2.0

Haptische Mailings mit Spendenaufrufen

Direktmailing mit handschriftlich beschriebenem BriefumschlagSwissmade? Uhren, Taschenmesser, Skiparadiese, Schokolade, Banken.

Obdachlose? Eher nicht, zumindest assoziieren wir bei dem Gedanken an unsere Nachbarn nicht sofort soziale Problemkonstellationen. Luxus, Urlaub und Erholung sind unserem Emotionshaushalt da wesentlich näher.

 

Guerilla-Marketingaktion für die Ärmsten der Gesellschaft

Aber natürlich haben auch die Eidgenossen ihre Probleme mit sozialen Randgruppen. Obdachlose beispielsweise. Keiner will sie (sehen), doch sie kreuzen unsere Bahnen, unsere Blicke, machen sich eben nicht un-sichtbar.

Ein - ungewollt - fruchtbarer Boden also, den sich die "Sozialwerke Pfarrer Sieber" für eine Guerilla-Marketingaktion inklusive Direktmailings für die Ärmsten der Gesellschaft vorgenommen haben, um ihn mit Hilfe der ebenfalls in Zürich beheimateten Werbeagentur Evoq fruchtbar zu gestalten.

 

Haptische Mailings mit Spendenaufrufen

Herausgekommen ist ein äußerst effiziente Crossmedia-Kampagne, die vor allem zweierlei schnell und in wünschenswerten Dimensionen in Gang setzte: Publizität und Spendenzufluss. Nie wichtiger als zur Winterszeit.

Die koordinierten Marketingzutaten: Guerillamaßnahmen in der Öffentlichkeit, die Website der Sozialwerke Pfarrer Sieber inklusive Social Media-Aktivitäten, YouTube-Videos, Radiospots inklusive Soundcloud-Podcast sowie die verlässlichen Haptik-Werkzeuge des Prints - Zeitungsinserate, Beileger und haptische Mailings mit Spendenaufrufen, persönlich adressiert.

 

Aufmerksamkeit, die hochumkämpfte Währung unserer Zeit

Für beträchtliches Aufsehen in der Öffentlichkeit mit veritablen Viraleffekten sorgten Pappschilder vorzugsweise auf Sitzbänken der öffentlichen Verkehrsmittel und Kreidebotschaften auf dem Asphalt belebter öffentlicher Plätze.

Botschaften a la „Bitte die Bank freihalten, hier schlafe ich. Fredi, obdachlos" sorgten für Irritationen, immer aber für Aufmerksamkeit, die hochumkämpfte Währung unserer Zeit.

Aktionsbegleitender Hashtag ist #schaffesdihei – was so viel wie Schaff ein zu Hause bedeutet. „Die Schilder fungieren quasi als Sprachrohr der Obdachlosen. Auf diese Weise wird die Obdachlosigkeit, die man in der Stadt kaum je zu sehen bekommt, erlebbar und die Bevölkerung sensibilisiert“.

Im Vorfeld der jährlich laufenden Social Campaign erfuhr die Website der Organisation einen Relaunch. U.a. berichten dort ehemalige Obdachlose, wie sie durch die Unterstützung der Sozialwerke wieder von der Straße herunter gekommen sind.

 

Handgeschriebene Notizen

Zum Website-Relaunch zählt auch die Optimierung der Spendenseite, die eingedenk der zunehmenden Zahlungs- und Nutzungsmöglichkeiten ein einfach gehaltenes Upgrade erhielt.

Der Startschuss der diesjährigen Kampagne war allerdings Old School. Die Direktmailings an potentielle Spender nahm Elemente der nachfolgenden Guerilla-Marketingaktionen vorweg.

Handgeschriebene Notizen auf den Mailingumschlägen oder zerknitterte Umschläge sendeten offensichtlich erfolgreich Aufmerksamkeitssignale. Die beiden simplen, aber augenfälligen optischen Elemente durchstießen mit Leichtigkeit die ansonsten auf Selektion und Werbungsvermeidung getrimmte Wahrnehmung der Empfänger.

Es kann eben so unspektakulär einfach sein: Mehr Response mit Mailing 2.0.

 

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Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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